Silvia Da Pra erhält EMBO-Postdoktorandenstipendium

3. Juli 2026

Silvia Da Pra, Postdoktorandin am Friedrich-Miescher-Labor der Max-Planck-Gesellschaft, hat ein 2026 EMBO-Postdoktorandenstipendium erhalten, um die hormonelle Steuerung der Regeneration von Gliedmaßen zu untersuchen.

Manche Lebewesen, wie beispielsweise Froschlarven, können ein amputiertes Glied vollständig regenerieren. Diese Fähigkeit besitzen sie aber nur während eines engen Zeitfensters ihrer Entwicklung. Im Verlauf der Metamorphose schwindet diese bemerkenswerte Fähigkeit. Die große Frage ist warum verschwindet diese Fähigkeit, und könnte sie wiederhergestellt werden?

Während sich die meisten bisherigen Forschungsarbeiten auf Signale konzentrierten, die lokal an der Wundstelle ausgetauscht werden, geht ihr Projekt der Frage nach, ob chemische Botenstoffe, die durch den Blutkreislauf wandern – dieselben Hormone, die die Metamorphose vorantreiben, Stressreaktionen regulieren und den Stoffwechsel steuern –, möglicherweise auch Schlüsselregulatoren der Regenerationsfähigkeit sind. Dabei untersucht sie die Rolle von Hormonen mittels eines Hochdurchsatz-Screenings, bei dem sie Einzelzellgenomik mit Gewebekulturmodellen kombiniert.

Mit Hilfe des afrikanischen Klapperspitzfrosches Xenopus laevis wird sie untersuchen, welche Hormone die Wiederherstellung von Gliedmaßen fördern und welche diese hemmen. Die Bedeutung der Forschung geht weit über Frösche hinaus. Indem sie aufzeigt, wie das hormonelle Umfeld des Körpers die Grenzen der Regenerationsfähigkeit bestimmt, könnte diese Arbeit neue Wege für die regenerative Medizin eröffnen.

Anhand von Xenopus laevis, dem Afrikanischen Krallenfrosch, wird sie am Friedrich-Miescher-Laboratorium der Max-Planck-Gesellschaft ermitteln, welche Hormone das Nachwachsen von Gliedmaßen fördern und welche es unterdrücken.

Die Auswirkungen reichen weit über Frösche hinaus. Indem diese Forschung aufzeigt, wie die hormonelle Landschaft des Körpers die Grenzen der Regenerationsfähigkeit festlegt, könnte sie neue Wege für die regenerative Medizin eröffnen.

Über Silvia Da Pra

Silvia Da Pra wurde in einem kleinen Dorf in den Dolomiten in Italien geboren und ist derzeit Postdoktorandin am Friedrich-Miescher-Labor der Max-Planck-Gesellschaft im Labor von Dr. Can Aztekin, wo sie untersucht, wie Hormone die Fähigkeit zur Regeneration von Gliedmaßen bei Wirbeltieren steuern.

Sie schloss ihre Promotion im Jahr 2025 an der Alma Mater Studiorum – Universität Bologna ab, wo sie untersuchte, wie systemische Faktoren – insbesondere Glukokortikoide, eine Klasse von Steroidhormonen – dazu beitragen, die Regenerationsfähigkeit des Herzens bei Säugetieren zu unterdrücken. Ihre Arbeit zeigte, dass zirkulierende Hormone lokal produzierte Wachstumsfaktoren außer Kraft setzen und deren Fähigkeit, die Regeneration anzutreiben, blockieren.

Über EMBO

EMBO-Postdoktorandenstipendien unterstützen herausragende Postdoktoranden in ganz Europa und weltweit für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren.

EMBO ist eine Organisation von mehr als 2.100 führenden Forschern, die Exzellenz in den Lebenswissenschaften in Europa und darüber hinaus fördert. Die Hauptziele der Organisation bestehen darin, talentierte Forscher in allen Phasen ihrer Karriere zu unterstützen, den Austausch wissenschaftlicher Informationen anzuregen und zum Aufbau eines Forschungsumfelds beizutragen, in dem Wissenschaftler ihre besten Leistungen erbringen können.

EMBO unterstützt talentierte Forscher, die im Rahmen unparteiischer Bewertungsverfahren ausgewählt werden, damit sie herausragende wissenschaftliche Arbeit leisten können.

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